Stand: 14. August 2026
Der kurze Grund, warum es diese Seite gibt
Reichweitenmessung hat einen schlechten Ruf, und der ist verdient: Die verbreiteten Werkzeuge setzen Kennungen im Browser, verfolgen Menschen über Websites hinweg und geben die Daten an Konzerne weiter, deren Geschäftsmodell Werbung ist.
AppleIn Analytics ist als Gegenentwurf gebaut. Wir wollen wissen, welche Seiten aufgerufen werden — mehr nicht. Alles, was darüber hinausginge, ist nicht abgeschaltet, sondern gar nicht vorhanden.
Was nicht passiert
- Keine Cookies. Kein Cookie, kein
localStorage, keinsessionStorage, keine Datei, keine Kennung — es wird nichts auf Ihrem Gerät abgelegt, auch nichts Kurzlebiges. - Kein Wiedererkennen über Websites hinweg. Es gibt keine Kennung, die auf zwei verschiedenen Websites dieselbe wäre — auch dann nicht, wenn beide unser Werkzeug nutzen.
- Kein Fingerprinting. Wir lesen weder Bildschirmauflösung noch Sprache, Zeitzone, installierte Schriften, Erweiterungen, Canvas- oder WebGL-Merkmale, Sensoren oder Batteriestand — nichts von dem, woraus sich ein Geräteprofil bauen ließe.
- Keine Weitergabe. Keine Werbenetzwerke, kein Verkauf, keine Anreicherung mit Daten von Dritten. Die Zahlen sieht der Betreiber der jeweiligen Website — und sonst niemand.
- Kein fremdes Skript. Der Messcode kommt von unserem eigenen Server, nicht von einem Konzern. Ihr Browser baut keine Verbindung zu einem Dritten auf.
Was erfasst wird — und warum das reicht
Bei jedem Seitenaufruf:
| Angabe | Beispiel | Wozu |
|---|---|---|
Seitenpfad, ohne alles nach ? und # | /leistungen/vorsorge | Welche Inhalte werden gelesen? |
| Verweisende Website — nur der Domainname | google.de | Wie finden Menschen die Seite? |
| Kampagnenparameter aus dem Link | utm_source=instagram | Hat der Beitrag funktioniert? |
| Grobe Geräteklasse, Browser, Betriebssystem | „Mobil, Safari, iOS“ | Muss die Seite für Mobilgeräte optimiert werden? |
| Land | „Deutschland“ | Kommen Besucher aus der Region? |
| Zeitpunkt | — | Wann wird gelesen? |
Auch Seitenwechsel ohne Neuladen werden gezählt. Moderne Websites tauschen den Inhalt oft aus, ohne die Seite neu zu laden. Ohne diese Erfassung stünde in der Statistik nur die Startseite — das wäre keine Datensparsamkeit, sondern eine falsche Statistik.
Was ausdrücklich nicht dabei ist: Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Kunden- oder Bestellnummer, Formularinhalte, Mausbewegungen, Scrolltiefe, Verweildauer auf einer Seite, Ihr genauer Standort.
Die IP-Adresse: verarbeitet, nicht gespeichert
Das ist der Kern, und wir beschreiben ihn genau, weil „anonym“ ein Wort ist, das leicht gesagt und selten belegt wird.
Jeder Aufruf im Internet überträgt technisch bedingt eine IP-Adresse — daran führt kein Weg vorbei, sonst käme die Seite nicht bei Ihnen an. Entscheidend ist, was danach damit geschieht.
Wir bilden aus Ihrer IP-Adresse, Ihrer Browserkennung und der Kennung der Website einen Prüfwert (HMAC-SHA-256), und zwar zusammen mit einer Zufallszahl, die jeden Tag neu gewürfelt wird. Gespeichert wird nur dieses Ergebnis. Die IP-Adresse und die Browserkennung werden anschließend verworfen — sie existieren an keiner Stelle als Feld.
Warum der tägliche Wechsel den Unterschied macht: Der Prüfwert erlaubt es, mehrere Aufrufe desselben Tages als einen Besuch zu zählen. Am nächsten Tag wird die Zufallszahl des Vortages gelöscht. Damit ist der gestrige Wert nicht mehr nachbaubar — niemand kann ihn mit dem heutigen in Verbindung bringen, auch wir nicht, auch nicht mit Zugriff auf die Datenbank. Eine Wiedererkennung über Tage hinweg ist damit nicht erschwert, sondern rechnerisch ausgeschlossen.
Wo wir ehrlich sein müssen: Innerhalb eines Tages ist dieser Wert ein Pseudonym. Wir nennen ihn deshalb nicht „anonym“ und behandeln ihn wie personenbezogene Daten.
Das Land wird aus der IP-Adresse in einer Datei nachgeschlagen, die auf unserem eigenen Server liegt. Es findet keine Abfrage bei einem Dienstleister statt; die IP-Adresse verlässt unseren Prozess dabei nicht.
Ihr Widerspruch wird technisch durchgesetzt
Sendet Ihr Browser „Do Not Track“ (DNT: 1) oder „Global Privacy Control“ (Sec-GPC: 1), findet keine Messung statt. Kein Datensatz, keine Zählung — und zwar auf zwei Ebenen: Der Messcode bricht ab, bevor überhaupt eine Anfrage entsteht, und unser Server würde eine solche Anfrage zusätzlich verwerfen.
Das gilt ausnahmslos, auch dann, wenn auf der Website eine Einwilligung erteilt wurde. Ein einmal gesetztes Signal wird nicht durch einen Klick im Banner überstimmt.
Beide Signale aktivieren Sie in den Einstellungen Ihres Browsers oder über eine Erweiterung. Sie wirken dann auf allen Websites, die unser Werkzeug einsetzen — Sie müssen das nicht auf jeder Seite einzeln erklären.
Die Messung läuft nur mit Einwilligung
Wir haben die Frage, ob diese Messung ohne Einwilligung zulässig ist, anwaltlich prüfen lassen. Ergebnis vom August 2026: sie ist es nicht. Dass wir keine Cookies setzen und keine Kennung im Browser ablegen, ist datenschutzrechtlich viel wert — es beantwortet aber nicht die Frage, ob der Zugriff auf das Endgerät für die Anzeige der Website technisch unbedingt erforderlich ist. Das ist er nicht: Besucherzahlen und Herkünfte zu kennen ist nützlich für den Betreiber, nicht nötig für den Besuch.
Deshalb ist die Kopplung an ein Einwilligungswerkzeug bei AppleIn Analytics der Regelbetrieb und keine Option. Dann gilt:
- Vor der Zustimmung wird nichts übertragen — auch der erste Seitenaufruf nicht. Das Auswertungs-Skript wird vorher nicht einmal geladen.
- Ein Widerruf wirkt sofort. Vor jeder einzelnen Übertragung wird neu geprüft, ob die Einwilligung noch vorliegt. Sie müssen die Seite nicht neu laden, damit der Widerruf greift; er wirkt ab dem nächsten Seitenwechsel.
- Im Zweifel wird nicht gemessen. Antwortet das Einwilligungswerkzeug nicht oder fehlerhaft, unterbleibt die Übertragung. Das ist bewusst so herum gebaut: lieber eine Lücke in der Statistik als eine Messung ohne Einwilligung.
Speicherung, Löschung und Sicherungen
- Aufrufdaten werden nach spätestens 24 Monaten automatisch und endgültig gelöscht. Kein Archiv, keine „anonymisierte“ Restkopie — der Datensatz ist weg.
- Der tägliche Zufallswert verfällt am Tageswechsel.
- Gespeichert und ausgewertet wird in der Europäischen Union, in einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main.
- Für die Übertragung dorthin ist ein weltweit tätiger Netzwerkdienstleister vorgeschaltet. Er nimmt die Verbindung an dem Standort entgegen, der Ihnen am nächsten liegt; bei einem Aufruf von außerhalb Europas kann das ein Standort außerhalb der EU sein. Für diese Übermittlung bestehen Standardvertragsklauseln der EU-Kommission.
- Sicherungskopien: Es gibt verschlüsselte Sicherungen. Eine gelöschte Angabe verschwindet sofort aus der Datenbank und aus allen Auswertungen, kann aber noch bis zu 35 Tage in einer Sicherungskopie liegen, bevor diese planmäßig abläuft. Wir nennen das, weil „sofort und überall gelöscht“ sonst eine Zusage wäre, die technisch niemand einhält.
Was wir nicht wissen können
Der Seitenpfad ist die einzige Angabe, die frei gewählter Text ist. Alles nach ? und # wird abgeschnitten — aber wenn eine Website Adressen wie /kunde/4711/rechnung verwendet, landet dieser Pfad so in der Statistik. Wir können das technisch nicht erkennen.
Deshalb ist es eine feste Regel unserer Einbau-Anleitung, dass die Adressen einer Website keine personenbeziehbaren Kennungen enthalten dürfen — und deshalb steht dieser Absatz hier und nicht im Kleingedruckten.
Fragen
Wenden Sie sich zuerst an den Betreiber der Website, auf der Sie diesen Hinweis gefunden haben: Er entscheidet über die Verarbeitung und ist Ihr Ansprechpartner für Auskunft und Löschung. Wir handeln für ihn als Auftragsverarbeiter.
Sie erreichen uns unter applein.blue.
Änderungshistorie
| Datum | Änderung |
|---|---|
| 2026-08-14 | Erstfassung (S45). Ausgelagert aus den Kunden-Textblöcken, weil dort nur die Pflichtangaben nach Art. 13 DSGVO stehen sollen — die Mechanik gehört auf die Produktseite. |